Umbau Fleischmann Steuerwagen  

 

 

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     Fotos: Fleischmann

 

Umbaubericht:

Im normalen Betrieb habe ich festgestellt, dass das Fahren mit Wendezügen auf einer manuellen Blockanlage mit Problemen behaftet ist. Da ich mit der Minitrix-Schalttechnik fahre (d.h. Schaltimpuls für Signale wird durch Überbrückung eines Gleisabschnittes mittels zweier Achsen erzeugt), muss ich leider bei jedem  Wagen die Beleuchtung ausbauen, da diese den Schaltimpuls auslösen und die schiebende Lokomotive im nun unterbrochenen Blockabschnitt stehen bleiben würde. Deshalb kann auch ein geschobener Zug nur alleine im Blocksystem verkehren. Durch meinen Kopfbahnhof werden ein- und ausfahrende Züge bei jeder Bahnhofsankunft gedreht, was einen Lokwechsel erfordert. Das aber war bei der Anlagenplanung berücksichtigt und sogar erwünscht. Dem Vorbild entsprechend muss dennoch der Betrieb eines Steuerwagens hinter der Lokomotive möglich sein. Dazu ist eine Kupplung auch am Steuerwagenkopf erforderlich, die normalerweise bei allen Steuerwagen vorhanden sein sollte. Nur bei den beiden Fleischmann-Steuerwagen Nr. 8680 (IC; siehe Abbildung) und Nr. 8175 (Interregio) gibt es keinen Aufnahmeschacht für eine Kupplung. Da ich sämtliche Reisezugwagen und die entsprechenden Loks auf Fleischmann-Profikupplung umgebaut habe, entschied ich mich für die Nachrüstung beider o.g. Steuerwagen.

Benötigt wird die Fleischmann-Profikupplung mit der Nummer 9574, die zwei Kupplungen enthält. Ursprünglich vorgesehen sind diese Kupplungen für die Umrüstung alter Wagen sowohl auf Profi-Kupplung als auch auf Kulissenmechanik. Das allerdings dürfte nur in Einzelfällen praktikabel sein, da dazu an jedem Wagenende die Bodenplatte auszusägen ist. Für meine Steuerwagen habe ich diesen Aufwand in Kauf genommen. Dazu habe ich zunächst den jeweiligen Wagen demontiert und die Bodenplatte (mit abgeklipster Beleuchtungsplatine) um die Länge des Kulissenschachtes gekürzt (Laubsäge). Nun wird die Platine wieder eingeklipst und die Kurzkupplung in den entstandenen Freiraum unter die Platine geklebt. Da der Steuerwagen hinter der Lok laufen soll, entsteht durch die anderen Wagen bei der nachzurüstenden Kupplung eine sehr hohe Zugkraft, weswegen man unbedingt einen starken Sekundenkleber verwenden sollte. Die Schürze, die am Steuerwagenende die Puffer beherbergt, muss nun noch exakt von der "schwarzen Platte" getrennt werden (auf dem rechten Foto teilweise noch vorhanden). Damit die Kupplung noch genügend Spiel nach allen Seiten hat, empfehle ich, nur die beiden Seitenteile zu erhalten und am Gehäuse zu verkleben. Das Einklipsen ist nach dem Umbau dann nicht mehr möglich. Ich habe den Halt der neuen Kupplung mit neun Wagen bei scharfer Anfahrt in der Steigung mehrfach probiert. Die Kupplung hat ohne Zwischenfälle gehalten. Auch das Fahren über Weichenstraßen mit entsprechendem "Geschlängel" und das Entkuppeln über Entkupplungsgleisen funktioniert tadellos. Es empfiehlt sich der Einsatz wendezugbefähigter Lokomotiven sowohl bei Steuerwagen am Zugschluss als auch hinter der Lok (z.B. BR 101 oder BR 120; NICHT: BR 103!).

Kosten Bauteile: ca. DM 10,-- (für zwei Kupplungen, wovon pro Wagen nur eine benötigt wird)

Wagenpreis alleine: ca. DM 80,--

 

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