Arnold E 19  

 

 

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Foto: Arnold

 

Erfahrungsbericht:

Kurz nachdem die blaue E 19 von Arnold erschienen ist, habe ich nun das unverschämte Glück gehabt und eine weinrote E 19 bekommen. Dabei handelt es sich um die ursprünglich gelieferte Variante mit "Pleitegeier" und Schürzen. Die blaue Variante habe ich mir ebenfalls angesehen, jedoch darauf verzichtet, da ich bereits eine blaue E 18 mit der alten Arnold-Technik besitze, die ich allerdings mit einem Faulhaber-Motor ausstatten musste. Das bringt mich aufs Thema: alles was Arnold früher falsch gemacht hat, hat man mit der völligen Neukonstruktion der E 19 richtig gemacht. Leider hat man auch einiges "verschlimmbessert", wie ich im direkten Vergleich feststellen musste.

Ich möchte allerdings lieber mit dem Positiven beginnen: auf den ersten Blick ein wunderschön geratenes Modell, das vor allen Dingen mit geradezu exzellenten Fahreigenschaften aufwartet. Auslauf und ein feines, fast unhörbares Fahrgeräusch stehen im krassen Gegensatz zur Vorgänger-E 18. Fein gegliederte Gehäuseteile gefallen mir ebenso wie eine moderne Klips-Kupplung zur Aufnahme der 9545er-Fleischmann-Profikupplung. Eher nachteilig finde ich das leichte Taumeln der Lok, das allerdings bei schweren Zügen verschwindet. Vermutlich ist das auf die Hochbeinigkeit zurück zu führen, die im Vorbild zu begründen ist. Ebenfalls störend ist das plastikhafte Aussehen der Dachleitungen, die in viel zu hellem rot aus Kunststoff gefertigt wurden. Bei der alten E 18 hatte man das besser gelöst, indem man dunkleren Draht verwendete. Die kritischen Bemerkungen der Fachpresse bezüglich zu schmaler Fahrwerksimitationen sowie fehlender Bremsattrappen empfinde ich als nicht sehr störend, aber das ist nur meine subjektive Meinung.

Ähnlich wie bei der E 03 musste man auf diese tolle Lok jahrelang warten, man hat aber dafür auch ein sehr gutes Modell geschaffen. Getreu nach dem Motto "gut Ding will Weile haben", hat sich das Warten gelohnt. Dem Epoche III-Fahrer sei allerdings die blaue Variante empfohlen, da die rote Epoche II-Lok seit Kriegsende nur noch im Nürnberger Verkehrshaus zu finden ist. Eine letzte Frage an Arnold hätte ich da noch: warum montiert man die "Pleitegeier" an den Fronten nicht schon werksseitig anstatt sie im Tütchen beizulegen? Möchte man etwa dem Modellbahner die Wahl lassen, die Teile anzukleben oder weg zu lassen? Wer würde die riesengroßen Löcher an den Stirnseiten akzeptiert und hätte dann trotzdem auf den Seiten das fragliche Symbol? Zur Beruhigung sei gesagt, dass der Adler selbstverständlich einen leeren Kreis festhält. Eine Lokomotive mit Hakenkreuzen hätte ich noch nicht einmal als Geschenk genommen.....

 

Subjektive Bewertung nach Schulnoten:

 

Modelltreue: gut
Betriebssicherheit: sehr gut
Laufkultur: sehr gut
Preis/Leistung: sehr gut
 
Gesamteindruck: sehr gut
 
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